Ralf Anlauf
Osteopathie und Taijiquan

Osteopathie

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche, manuelle Medizin.

Ganzheitlich, weil Sie den Menschen nicht nur reduziert auf seine gerade aktuellen Symptome wahrnimmt, sondern diese als Ausgangspunkt sieht, um im Gesamtsystem Mensch auf die Suche nach den Ursachen zu gehen. Dazu zählen:

Das parietale System
Unser Bewegungsapparat:
Knochen, Gelenke, Kapsel-Bandapparat, Sehnen, Muskulatur und ihre Faszien

Das viszerale System
Die inneren Organe in Hals-, Brust-, Bauch und Beckenbereich und ihre Faszien

Das craniosacrale System
Unser Nervensystem zwischen Kopf (Cranium) und Kreuzbein (Sacrum):
das Gehirn, das Rückenmark, die Hirn- und Rückenmarkshäute, sowie die peripheren Nerven.


Manuell, weil die gesamte Diagnostik und Behandlung ausschließlich mit den Händen (lat.: manus) ausgeführt wird. Die Hand verfügt über eine der dichtesten Ansammlungen von Tastrezeptoren im Körper und ist damit eine der sensibelsten Körperteile. Ihre Motorik lässt sich mit am feinsten ansteuern. Im Zusammenwirken mit den Fähigkeiten des menschlichen Gehirns ist sie ein hochintelligentes Mess- und Bewegungsinstrument deren Sensorik, Präzision und Anpassungsfähigkeit selbst modernste Maschinen- und Computertechnologie bei Weitem übertrifft.

Die Osteopathie als Medizin zu beschreiben rührt aus der passenden Definition des Wortes her. Osteopathie ist eine medizinische Wissenschaft auf den Grundlagen der Biomechanik, Biologie, Physiologie, etc. und steht im Dienst der Erforschung von Krankheit, ihrer Erkennung und Behandlung. Im Gegensatz zur «Therapie« macht die «Medizin« auch ihren salutogenetischen Ansatz deutlich. Das heißt Sie schließt auch die Erforschung der Gesundheit, ihrer Erhaltung, Unterstützung und Förderung mit ein.

Taijiquan

Taijiquan (Tai Chi Chuan) ist eine alte chinesische Kampf- und Bewegungskunst.

Es dient der Lebenspflege, Gesundheit, dem ganzheitlichen Wachstum (d.h. Entwicklung von Körper und Geist) sowie der Selbstverteidigung. Es ist meditativ und körperkräftigend, fördert die Entfaltung der inneren Energie (Qi) und ist als solche sowohl therapeutisch als auch kämpferisch einsetzbar.

Die Bewegungen sind sanft und fließend, voller Ausdruck, Schönheit und Energie. Es geht in seiner Art weit über normale Fitnessprogramme hinaus, und kann durch seine essentielle Philosophie als wirklicher Lebensweg, aber auch als Hobby beschritten werden.

Sein gesundheitlicher Wert ist weltweit anerkannt; Krankenkassen übernehmen teilweise die Kosten. Als Kampfkunst folgt es den Überlieferungen traditionellen Übungsgutes, welches gerade heute in allen Situationen einsetzbar ist. Es ist der wohl am weitesten verbreitete Gongfu (Kung Fu) Stil der Welt.

Dieses vor Jahrhunderten in der Chen-Familie entstandene System macht sich die Philosophie von Yin und Yang, der Vereinigung von Gegensätzen, sowie der Harmonisierung von Körper, Geist und Seele zu nutze. Es verbindet Selbstverteidigungsbewegungen (Wushu) mit der Führung der inneren Energie (Qigong) und gilt daher als innere Kampfkunst.

Da innere Energie anstelle von Muskelkraft gefördert wird, ist Taijiquan von jung und alt, Mann und Frau, klein und groß gleichermaßen erfolgreich ausübbar.

Gerade die konzeptionelle Arbeit am universalen Prinzip, wie es die WCTAG vermittelt, macht Taijiquan in all seinen Bereichen effektiv und nutzbar.

Seit Mitte des letzten Jahrhunderts wurde Taijiquan auch an Interessierte außerhalb der Chen-Familie weitergegeben. Hieraus entwickelten sich die verschiedensten Stile, z.B. die der Yang-, Wu-, Wuu- und Sun-Familie. Der Chenstil ist der Ursprung aller Taiji-Systeme und hat sich inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet.

Taiji beschreibt den Menschen als Bindeglied zwischen Himmel und Erde und gibt ihm seinen Sinn (Dao).

Über mich

Ralf Anlauf

Geboren 1975, beschäftige ich mich seit meinem 10. Lebensjahr mit Kampfkünsten. Ich praktiziere seit 1995 Taijiquan, die längste Zeit davon das System der Chen-Familie in der World Chen Xiaowang Association Germany (WCTAG) unter Chen XiaoWang und Jan Silberstorff.

Ich trainierte zwei mal fünf Monate lang intensiv XingYiQuan, BaGuaZhang und TaijiQuan in China unter Anleitung von Meister Shen Xijing. Daraufhin war ich 1999 Mitgründer und bis Anfang 2001 Ausbildungsleiter der TaijiDao Association Europe (TDAE). Seit Abgabe dieses Amtes, widme ich mich ausschließlich dem Chenstil.

In meiner Wettkampfzeit belegte ich zahlreiche erste und zweite Plätze bei nationalen und internationalen Turnieren im Bereich der Formen wie auch im Push Hands. Beim weltweit größten Turnier für Taijiquan in China gewann ich 2000 den ersten Platz im Bereich der Handformen. Ich bilde mich durch regelmäßige Besuche der Seminare meines Lehrers Jan Silberstorff und des Großmeisters Chen XiaoWang fort und vertiefte meine Praxis über 10 Jahre lang bei täglichem Training im Hamburger Tempelpark.

„Ich habe das große Glück, seit mittlerweile mehr als zehn Jahren mit Taijiquan als Lebensweg hauptberuflich meinen Lebensunterhalt verdienen zu dürfen und verbleibe in tiefer Dankbarkeit zu all meinen Lehrern!“

Seit Juli 2015 bin ich nach fünfjähriger Vollzeitausbildung am German College Of Osteopathic Medicine (GCOM) in Hamburg als Heilpraktiker mit Schwerpunkt Osteopathie tätig. Ausgangspunkt auf dem Weg zur Osteopathie und permanenter Wegbegleiter war und ist für mich das Taijiquan (TaiChi). Von Anfang an war ich fasziniert davon, wie kleinste Korrekturen einer minimalen Fehlstellung eines Teils des Körpers, sich auf die Gesamtheit aller anderen Teile auswirkt. Das diese Zusammenhänge durch die Taiji-Praxis als lebendige Erfahrung spürbar sind, begeistert mich und nährt mein Bedürfnis diese zu ergründen.

Das Studium der Osteopathie lehrte mich viele dieser Zusammenhänge zu verstehen. Es zeigte zudem die erstaunliche Komplexität und Intelligenz unseres Körpers, mit der er seinem Bestreben sich selbst immer wieder ins Gleichgewicht zu bringen nachkommt. Es tut gut ein Gefühl zu bekommen, wann und wie man ihn dabei unterstützen kann. Wieviel Stabilität und Kraft, Weite und Vitalität unser Körper im Stande ist uns zur Verfügung zu stellen, wenn er in einem natürlich-harmonischen und freien Zusammenspiel funktionieren darf, offenbart das enorme Potential des Lebens in uns.

Taijiquan und Osteopathische Medizin ergänzen sich enorm in Breite und Tiefe und stellen mein Wirken immer mehr auf die Basis der Gesundheit und des ganzheitlichen Wachstums.


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